|
Im Rahmen dieses Suchprogrammes entdeckten die Astronomen den Kometen bereits im Jahr 2001. Den sonnennächsten Punkt (das Perihel) seiner fast parabolischen Umlaufbahn durchläuft der Komet am 15. Mai 2004 und steht dabei knapp innerhalb der Erdbahn.
Ursprünglich hatte man sich von diesem Objekt für den Mai 2004 eine auffällig helle Kometenerscheinung erhofft. Aber Kometen sind Individualisten, und insbesondere bei neuen Kometen wie diesem, der zuvor noch nie beobachtetet wurde, können Überraschungen auftreten. So erlitt die Helligkeitsentwicklung dieses Kometen im Februar einen Einbruch. In den letzten Apriltagen wurde er mit einer Helligkeit von 4. Größenklasse und einem kurzen Schweif beobachtet. In der zweiten Maiwoche könnte er die dritte Sterngröße erreichen. Bei dunklem Beobachtungsplatz und klarer Sicht sollte man ihn dann auch mit bloßen Augen als mattes, diffuses Fleckchen erkennen können. Ein schönes Feldstecherobjekt wird er aber sicher abgeben und dabei wohl auch einen kurzen Schweif zeigen, der fast horizontal nach links geneigt ist.
Am Abend des 7. Mai bietet sich die erste Sichtmöglichkeit. Sobald die Dämmerung genügend fortgeschritten ist (ungefähr gegen 22.30 Uhr), kann man nach dem Kometen horizontnah im Westen suchen, zwei Faustbreiten schräg links unterhalb des hellen Sterns Prokyon, dem Hauptstern im Kleinen Hund. Am Abend des 10. Mai steht er auf gleicher Höhe mit Prokyon, knapp eine Faustbreite links vom Stern, und um den 16. ist er zwei Faustbreiten links von den beiden Zwillingssternen Castor und Pollux zu suchen. Eine detaillierte Aufsuchekarte findet man im Netz zum Beispiel unter http://encke.jpl.nasa.gov/images/01Q4/Q4-chart2.gif |
 |
| Hier sieht man eine kleine Fotomontage, wie die Bewohner der Südhalbkugel in etwa den Anblick der letzten Apriltage erleben konnten... Quelle:www.kopfgeist.com |
Autor: Volker Kasten |
|
| Zurück zur News-Übersicht |
|
|